
Die GS Ringschule erhält einen Anbau an den denkmalgeschützten Schulaltbau am Freiheitsring, durch den die baulichen Voraussetzungen für den Betrieb dieser Grundschule als „Offene Ganztagsgrundschule" geschaffen wird.
Der 3-geschossige Neubau schließt die Baulücke am Freiheitsring zwischen dem denkmalgeschützten Schulaltbau (Baujahr 1912/ Erweiterung 1928) und einer 3-geschossigen benachbarte Wohnbebauung am Freiheitsring.
Raumprogramm:
- 3 Gruppenräume
- 1 Hausaufgabenraum
- 1 Speisesaal mit Küche und Lager
- 1 Aufenthaltsraum für Personal und Besprechung
- 1 Gymnastikraum
- Nebenräume für WCs, Technik und Abstellräume
- Flure und Treppenhäuser

Um auch Kindern mit Rollstuhl die Teilnahme an der Ganztagsbetreuung zu ermöglichen, wird der Neubau durch einen Aufzug behindertengerecht erstellt. Somit sind alle Gebäudeteile (Altbau, beide Neubauten und die Turnhalle) der GS Ringschule behindertengerecht erschlossen. Durch Anordnung des Aufzuges im Anschluss an den Altbau werden mit nur einer Aufzugsanlage sowohl Alt- wie auch Neubau gleichermaßen erschlossen. Gleichzeitig wird der Aufzug auch zur täglichen Anlieferung der Küche der Ganztagsbetreuung im 1. Obergeschoß mitgenutzt.
Die Schulbaurichtlinie und Brandschutzauflagen fordern für den Neubau zwei baulich unabhängige Fluchttreppenhäuser. Zum einen werden die Räume im 1. und 2. Obergeschoß durch das vorhandene alte Haupttreppenhaus im Altbau angeschlossen. Ein weiteres neues Treppenhaus am Freiheitsring stellt den geforderten zweiten baulichen Rettungsweg dar. Die Räumlichkeiten des Neubaus werden durch jeweils einen auf- und abgehenden Treppenlauf vom 1. Obergeschoß des Altbaus erschlossen.

Um die Wirkung des alten Schulgebäudes als Baudenkmal nicht zu beeinträchtigen, werden im Anschlussbereich zum Neubau großzügige Glasflächen angeordnet, die den Übergangsbereich definieren und somit akzentuieren.
Im
Übergang zum Wohngebäude auf der Straßenseite werden die Traufhöhe und die
Dachform der benachbarten Wohnbebauung im Übergangsbereich präzise aufgenommen.
Die Erschließungsflächen der Flure sind durch fließende und organisch
geformte Wandscheiben der Gruppenräume begrenzt. Des Weiteren zeichnen sind
diese Flächen durch mannigfaltige Außenverglasung aus. Es entstehen so
hochwertige und für die Ganztagsbetreuung ebenfalls ausgezeichnet nutzbare und
großzügig belichtete Raumzonen für vielfältigste Nutzungsmöglichkeiten.

Die
verschiedenen Baufluchten und Traufhöhen werden durch die Formensprache des Neubaus
aufgenommen und somit ausgeglichen. Die städtebaulich unvollständige und
unruhige Situation der Gebäudesillouette am Freiheitsring wird durch den
Baulückenschluß beruhigt und endlich städtebaulich geklärt. Das Raumprogramm
wird in einem L- förmigen Baukörper umgesetzt, der nahezu vollständig auf
Stützen steht. Die Stützen ermöglichen eine Unter- und Durchfahrt in den
Innenhof zu den benötigten Stellplätzen für Lehrer und Besucher, sowie die
Zufahrt für Ver- und Entsorgungsfahrzeuge.
Der
Neubau nimmt in Teilen der äußeren Gestaltung die verschiedenen Baumaterialien
seiner Hausnachbarn auf und vermittelt so zwischen den hellen Rauhputzflächen
der Schule und dem blaustichigem Klinker des Wohngebäudes. Großflächige
Verglasungen der Gruppenräume und Flurflächen bieten trotz der starken
Verschattung durch den vorhandenen Baumbestand eine maximal mögliche natürliche
Belichtung.
(pdf, 194.96 KB)
Grundriss 2. Obergeschoss
(pdf, 190.56 KB)

Mit dem geplanten Erweiterungsbau der Ringschule entsteht im Herzen Frechens ein homogener und urbaner Grundschulkomplex aus Alt- und Neubauanteilen. Mit der Verwirklichung dieses Neubauprojektes entsteht ein offenes Ganztagsangebot auf neustem Standard ohne die Einschränkungen, die sich durch eine provisorische Lösungsvariante (Pavillonbauweise) ergeben hätten.

Erläuterung
Der nachfolgende Energieberatungsbericht ist auf Grundlage der Berechnung nach der Energieeinsparverordnung entstanden. Hierbei wird ein Bedarf berechnet, der vom tatsächliche Heizenergieverbrauch je nach Nutzerverhalten nicht unerheblich abweichen kann. Alle in diesem Bericht durchgeführten Anpassungen an die wirklichen Verbräuche setzen ein energetisch geschultes Nutzerverhalten voraus. Verändert sich das Nutzerverhalten (auch nur geringfügig) so wird die erhoffte Energieeinsparung häufig durch ein besseres Raumklima und einem höheren Raumkomfort aufgezerrt.
Im Folgenden werden verschiedene Maßnahmen untersucht:
Mindestwerte nach EnEV
Stand der Technik als Ausgangspunkt
Stufe 1: Verbesserung der allgemeinen Gebäudewärmedämmung
Stufe 2: Weitergehende Verbesserung der allgemeinen Gebäudewärmedämmung
Stufe 3: Verbesserung des Fenster U-Wertes auf 1,0 W/m²K
Stufe 4: Integrierung einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Stufe 5: Gebäudeheizung über Geothermie
Stufe 6: Installierung einer Photovoltaikanlage
Stufe 7: Energiereduzierende Zusatzmaßnahmen
Alle Varianten werden additiv berechnet!
Mindestwerte nach EnEV 2004
Es wird in dieser Variante eine Lösung fest gelegt die ca. 7 - 8 % besser ist als die geforderten Mindestwerte nach EnEV 2004. Wärmedämmung der Wände mit 100 mm. Wärmedämmung des Daches und der freien Decke über dem EG mit 100 mm. Dämmung der Bodenplatte unterhalb der Stahlbetonplatte mit 60 mm. Fenster und Außentüren mit U-Werten von 1,8 W/m²K. Heizung und Warmwasser durch Brennwertkessel mit Erdgasversorgung und Heizkörper.
Stand der Technik (diese Variante wird als Ausgangspunkt festgelegt.)
Die Mindestwerte (Variante 1) entsprechen nicht dem Stand der Technik. Die Wärmedämmungen werden z. Zt. mindestens mit 140 mm bei den Wänden und mit 180 mm beim Dach und bei freien Decken ausgeführt. Außerdem werden die Bodenplatten z. Zt. mit mindestens 100 mm unterhalb der Stahlbetonplatte gedämmt. Stand der Technik sind außerdem Fenster und Außentüren mit einem U-Wert von 1,3 W/m²K. Diese Werte werden in der Variante : Stand der Technik , berechnet.
Stufe 1 : Verbesserung der allgemeinen Gebäudewärmedämmung
Die Wärmedämmungen werden z. Zt. mindestens mit 140 mm bei den Wänden und mit 180 mm bei Dach und freien Decken ausgeführt. Außerdem werden die Bodenplatten z. Zt. mit mindestens 100 mm unterhalb der Stahlbetonplatte gedämmt. Stand der Technik sind außerdem Fenster und Außentüren mit einem U-Wert von 1,3 W/m²K. Diese Werte werden in der Variante : Stand der Technik , berechnet Statt 140 mm WDVS werden 160 mm WDVS eingebaut. Die Wärmedämmung am Dach wird auf 200 mm vergrößert. Die Dämmung unter der Bodenplatte wird auf 120 mm vergrößert.
Stufe 2 : Weitergehende Verbesserung der allgemeinen Gebäudewärmedämmung
Die Wärmedämmungen werden z. Zt. mindestens mit 140 mm bei den Wänden und mit 180 mm bei Dach und freien Decken ausgeführt. Außerdem werden die Bodenplatten z. Zt. mit mindestens 100 mm unterhalb der Stahlbetonplatte gedämmt. Stand der Technik sind außerdem Fenster und Außentüren mit einem U-Wert von 1,3 W/m²K. Diese Werte werden in der Variante : Stand der Technik , berechnet. Statt 140 mm WDVS werden 160 mm WDVS eingebaut. Die Wärmedämmung am Dach wird auf 200 mm vergrößert. Die Dämmung unter der Bodenplatte wird auf 120 mm vergrößert. Das WDVS wird auf 200 mm verstärkt. Die Wärmedämmung im Dach- und Deckenbereich wird auf 250 mm verstärkt.
Stufe 3 : Verbesserung des Fenster U-Wertes auf 1,0 W/m²K
Die Wärmedämmungen werden z. Zt. mindestens mit 140 mm bei den Wänden und mit 180 mm bei Dach und freien Decken ausgeführt. Außerdem werden die Bodenplatten z. Zt. mit mindestens 100 mm unterhalb der Stahlbetonplatte gedämmt. Stand der Technik sind außerdem Fenster und Außentüren mit einem U-Wert von 1,3 W/m²K. Diese Werte werden in der Variante : Stand der Technik , berechnet. Statt 140 mm WDVS werden 160 mm WDVS eingebaut. Die Wärmedämmung am Dach wird auf 200 mm vergrößert. Die Dämmung unter der Bodenplatte wird auf 120 mm vergrößert. Das WDVS wird auf 200 mm verstärkt. Die Wärmedämmung im Dach- und Deckenbereich wird auf 250 mm verstärkt. Ergänzung im Außenwandbereich durch Vakuumpaneele mit einem U-Wert von 0,18 W/m²K.Die Fenster werden verbessert mit 1,0 W/m²K eingebaut.
Stufe 4 : Integrierung einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Die Wärmedämmungen werden z. Zt. mindestens mit 140 mm bei den Wänden und mit 180 mm bei Dach und freien Decken ausgeführt.Außerdem werden die Bodenplatten z. Zt. mit mindestens 100 mm unterhalb der Stahlbetonplatte gedämmt. Stand der Technik sind außerdem Fenster und Außentüren mit einem U-Wert von 1,3 W/m²K. Diese Werte werden in der Variante : Stand der Technik , berechnet. Statt 140 mm WDVS werden 160 mm WDVS eingebaut. Die Wärmedämmung am Dach wird auf 200 mm vergrößert. Die Dämmung unter der Bodenplatte wird auf 120 mm vergrößert. Das WDVS wird auf 200 mm verstärkt. Die Wärmedämmung im Dach- und Deckenbereich wird auf 250 mm verstärkt. Die Fenster werden verbessert mit 1,0 W/m²K eingebaut. Es wird aus Gründen der gesamten thermischen Bauphysik und zur Vermeidung von Tauwasserbildung eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut.
Stufe 5 : Gebäudeheizung über Geothermie
Die Wärmedämmungen werden z. Zt. mindestens mit 140 mm bei den Wänden und mit 180 mm bei Dach und freien Decken ausgeführt. Außerdem werden die Bodenplatten z. Zt. mit mindestens 100 mm unterhalb der Stahlbetonplatte gedämmt. Stand der Technik sind außerdem Fenster und Außentüren mit einem U-Wert von 1,3 W/m²K. Diese Werte werden in der Variante : Stand der Technik , berechnet. Statt eines Brennwertkessels mit Erdgas und Heizkörpern wird eine Fußbodenheizung eingebaut mit einer Wärmepumpe Erde/Wasser. Es wird auch aus Gründen der gesamten thermischen Bauphysik und zur Vermeidung von Tauwasserbildung eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Statt 140 mm WDVS werden 160 mm WDVS eingebaut. Die Wärmedämmung am Dach wird auf 200 mm vergrößert. Die Dämmung unter der Bodenplatte wird auf 120 mm vergrößert. Das WDVS wird auf 200 mm verstärkt. Die Wärmedämmung im Dach- und Deckenbereich wird auf 250 mm verstärkt. Die Fenster werden verbessert mit 1,0 W/m²K eingebaut.
Stufe 6 : Installierung einer Photovoltaikanlage
Wie Variante 7 jedoch zusätzlich : Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage geplant. Die installierte Leistung beträgt 10,15 kWp. Die Jahresleistung beträgt 8.628 kWh, bei einer Einsparung von 5.893 Kg CO2. Die Leistung wird in das öffentliche Netz eingespeist und rückvergütet.
Stufe 7 : Energiereduzierende Zusatzmaßnahmen
Wie Variante 8 jedoch zusätzlich : Die Beleuchtung der Gruppenräume erfolgt in 2 Schaltungen. Bei der 1. Schaltung wird das innere und mittlere Lichtband über ein Präsenzschalter mit Lichtwerterfassung geschaltet. Dieser wird über einen Schalter in Türnähe aktiv geschaltet. Der Präsensschalter schaltet die Beleuchtung automatisch bei Präsenz und Unterschreitung eines bestimmten eingestellten Beleuchtungswertes ein. Ein Betreten des Raumes, ohne dass das Licht eingeschaltet möglich, wenn der Schalter in Türnähe nicht eingeschaltet wird. Durch die 2. Schaltung werden im Außenlichtband zusätzlich noch, je Lichteinfall, die Lampen gedimmt. Somit ist eine erhebliche Energieeinsparung (ca. 50%) in diesem Bereich möglich. Folgende Räume erhalten ebenso Präsenz- bzw. Bewegungsmelder um das Ausschalten der Beleuchtung sicherzustellen: Präsenzmelder: Putzmittel, Lehrmittel, WC's, Duschen, Gymnastik, Essenraum, Lager. Bewegungsmelder: Flure, Treppenhaus, Treppenraum mit Vorraum. Verbrauchsdatenerfassung sowie Vebrauchsdatenübertragung.
(pdf, 10.87 KB)
Gebäudeheizung über Geothermie (als Beispiel)
(pdf, 639.86 KB)
Ersparte Energiekosten
(pdf, 23.55 KB)
Anlagenschema Wärmepumpe
(pdf, 439.83 KB)
Lüftungsanlage Gruppenraum
(pdf, 238.90 KB)
Fernübertragung - Datenerfassung
(pdf, 236.10 KB)



Erweiterung Ringschule
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